Amphibienportraits


Hier haben wir die häufigsten Arten der Kröten, Frösche und Molche aus unserer Region mit einem kurzen Portrait zusammengestellt.

Erdkröte

Bufo Bufo

Woran ist sie zu erkennen?

9 bis 13 cm groß; das Männchen ist kleiner als das Weibchen; Oberseite braun, graubraun bis rotbraun mit vielen Warzen, Unterseite schmutzig-weiß,

grau gesprenkelt; gedrungener Körper, breiter Kopf mit

gerundeter Schnauze; Pupille waagerecht mit kupferfarbener Iris.

 

Was frisst sie?

Würmer, Nacktschnecken, Tausendfüßer, Spinnen

 


Wo lebt sie?

In Laubwäldern, Gärten, Steinbrüchen, Parks, Heckenzonen, Streuobstwiesen. Meist ist sie in der Dämmerung oder Nacht aktiv; bei schwüler und feuchter Witterung geht sie auch tagsüber auf Beutefang. Sie überwintert in Erdhöhlen, unter Wurzeln, in Holzstapeln, Steinhaufen, usw.

 

Wie pflanzt sie sich fort?

Sie läuft bis zu 3 km zu ihren Laichgewässern. Dabei warten die Männchen häufig auf Weibchen und lassen sich huckepack von ihnen zum Gewässer tragen. Laichzeit ist von Ende Februar bis April. Das Weibchen legt bis zu 6000 Eier in 2-4 reihigen Gallertschnüren, die bis zu 5 m lang sein können. Diese wickelt es um Pflanzen oder Äste im Wasser. Larven schlüpfen nach 12-18 Tagen. Nach 3-4 Monaten haben sich die Kaulquappen in Kröten umgewandelt. Die Jungkröten sind nur 1 cm lang!

 

Welche Gewässer nutzt sie zur Eiablage?

Eine Vielzahl von unterschiedlichen auch größeren Gewässern nutzt sie für die Eiablage.

 

Fotos: NABU Medienbibliothek


Teichfrosch

Rana temporaria

Woran ist er zu erkennen?

Bis zu 9 cm groß; Oberseite überwiegend hellgrün, dunkelgrün bis zur Braunfärbung, in der Regel mit schwärzlichen Flecken und gelblichen oder hellgrünen Rückenstreifen, Unterseite oft marmoriert;  gedrungener Körper mit spitziger Schnauze und mit relativ kurzen Beinen; Männchen hat zwei äußere weißliche Schallblasen. Er ist vom Wasserfrosch nur schwer zu unterscheiden.

 

Was frisst er?

Fliegen, Käfer, Würmer, Schnecken. Die Nahrung wird häufig im Sprung erbeutet, aber auch durch plötzliches Zuschnappen.

 


Wo lebt er?

Er hält sich meist im Uferbereich von größeren und kleineren Gewässern mit stärkerer Vegetation auf, mitunter auch an langsam fließenden Gewässern. Er ist hauptsächlich tagaktiv und sonnt sich oft an Uferböschungen. Zum Überwintern versteckt er sich im Schlamm am Gewässergrund.

 

Wie pflanzt er sich fort?

Er gehört zu den spät laichenden Fröschen und setzt seine Laichballen hauptsächlich im Mai ab. Diese enthalten 600-1500 Eier und sinken auf den Gewässergrund.

 

Welche Gewässer nutzt er zur Eiablage?

Ein breites Spektrum stehender und hin und wieder auch langsam fließender Gewässer nutzt er für die Eiablage.

 

Fotos: NABU Medienbibliothek


Grasfrosch

Rana temporaria

Wie ist er zu erkennen?

Bis zu 11 cm groß; Oberseite gelb-, rot- bis schwarzbraun gefärbt, teilweise gefleckt, Unterseite oft
marmoriert; auffallend dunkler Schläfenfleck; gedrungener Körper mit langen Beinen; kleine Schwimmhäute zwischen den Zehen; Männchen hat
Schallblasen, mit denen es zur Paarungszeit quakt.

 

Was frisst er?

Fliegen, Käfer, Würmer, Schnecken. Die Nahrung wird häufig im Sprung erbeutet, aber auch durch plötzliches
Zuschnappen.


Wo lebt er?

Laubwaldgebiete, Waldränder, Waldlichtungen, Gewässerufer, Wiesen, Gärten und Parks. Er ist stark an das Landleben angepasst, wo er insbesondere bei feuchter Witterung sowohl bei Tag als auch bei Nacht aktiv ist. Er überwintert im Schlamm am Gewässergrund oder in Verstecken an Land.

 

Wie pflanzt er sich fort?

Er ist oft schon Anfang Februar an Laichgewässern zu finden, zu denen er hinwandert. Das Weibchen dort legt seine Eier in Ballen ab, die bis zu 3500 Eier enthalten können und in Flachwasserbereichen abgesetzt werden. Der Laich schwimmt an der Wasseroberfläche.

 

Welche Gewässer nutzt er zur Eiablage?

Ein breites Spektrum stehender und fließender Gewässer nutzt er für die Eiablage. Dabei bevorzugt er dauerhaft stehende Gewässer wie kleine Teiche und Weiher.

 

Fotos: NABU Medienbibliothek


Teichmolch

Triturus vulgaris

Woran ist er zu erkennen?

9-11 cm groß, schmaler Kopf, schlanker Körper mit bräunlicher Grundfarbe; auf der Bauchseite hat er dunkle Flecken (Männchen hat größere Flecken); In der Fortpflanzungszeit verändert das Männchen sein Aussehen (das nennt man Wassertracht): es bildet einen hohen und stark gewellten Kamm aus.

 

Was frisst er?

Würmer, Schnecken, Gliederfüßer


Wo lebt er?

An Land: er ist aktiv, wenn es warm und feucht ist; er führt ein „verstecktes“ Leben in Steinhaufen, Ritzen von Steinmauern, unter Holz im Laub etc. und bleibt in der Nähe von Gewässern

 

Wie pflanzt er sich fort?

Wenn es nach dem Winter wieder wärmer wird, wandern die Molche zu ihren Laichgewässern. Von Ende Februar bis Mai erstreckt sich die Laichzeit. So nennt man die Zeit, in der die Molche ihre Eier ablegen.
Ein Weibchen kann pro Saison 100 – 300 Eier legen. Diese heftet es einzeln an Blätter von Wasserpflanzen oder an Laubblätter, die im Wasser liegen. Kurz nach der Eiablage gehen die Molche wieder an Land.

 

Welche Gewässer nutzt er zur Eiablage?

Er nutzt Teiche, Tümpel, Wassergräben, d.h. alle Arten von „stehenden“ Gewässern sowie langsam fließende Gewässer. Gerne mag er besonnte Gewässer mit vielen verschiedenen Wasserpflanzen, an denen er seine Eier ablegen kann.


Fotos: NABU Medienbibliothek


Bergmolch

Triturus alpestris

Woran ist er zu erkennen?

8-11 cm groß-,  

Oberseite dunkel (schieferbraun bis schwarz);  

Unterseite gelborange bis rot und ungefleckt;  

In der Paarungszeit bekommt das Männchen eine bläuliche Rückenfärbung und einen niedrigen, ungezackten glatt-randigen Rückenkamm (Wassertracht).

 


Was frisst er?

Würmer, Schnecken, Gliederfüßer (Tausendfüßer, Spinnen)

 

Wo lebt er?

Überwiegend in lichten, gewässerreichen Laubwäldern und hügeligem Gelände.
Er lebt an Land und ist in der Nacht aktiv. Tagsüber versteckt er sich an feuchten, kühlen Stellen unter Moosen, im Laub, etc.

 

Wie pflanzt er sich fort?

Die Laichzeit erstreckt sich von Ende Februar bis Mai.
Ein Weibchen kann pro Saison 100 – 250 Eier legen. Diese heftet es einzeln an Blätter von Wasserpflanzen oder an Laubblätter, die im Wasser liegen. Kurz nach der Eiablage gehen die Molche wieder an Land.

 

Welche Gewässer nutzt er zur Eiablage?

Er nutzt kleinere „stehende“ Gewässer wie Tümpel, Wassergräben, wassergefüllte Wagenspuren, Stauteiche zum Laichen. Selten laicht er in langsam fließenden Gewässern.

 


Fotos: NABU Medienbibliothek