|
Wer nichts zum Tauschen dabei hat, muss nicht mit leeren Händen gehen: Gegen eine freiwillige Spende konnten Besucher Pflanzen und Samen mitnehmen. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Pflanzen und Materialien, die im eigenen Garten keine Verwendung mehr finden oder zu üppig wuchern, werden nicht entsorgt, sondern weitergegeben. So entstehen neue grüne Oasen, und Ressourcen werden sinnvoll genutzt.
Wir beraten rund ums Thema naturnahes Gärtnern sowie tier- und insektenfreundliche Pflanzen. Komm vorbei und lerne uns kennen.
Wir legen großen Wert darauf, dass keine Pflanze, kein Samen, kein Topf unnötig weggeworfen wird. Alles, was übrigbleibt, wird verwertet, entweder direkt vor Ort oder bei zukünftigen Aktionen.
Unsere jährliche Pflanzentauschbörse besteht bereits seit 25 Jahren. |
.
Neuenhoven · Zum 25. Mal wurde der Biobauernhof in Neuenhoven zum Treffpunkt für Gartenfreunde, Naturliebhaber und Ehrenamtliche. Bei strahlend schönem Wetter teilten Besucher Pflanzen, Ideen und Begeisterung für Nachhaltigkeit.
Es ist ein kraftvolles Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit, das sich Jahr für Jahr in Neuenhoven zeigt. Wenn Menschen mit kleinen Töpfen, Setzlingen und Saatgut eintreffen, wenn sie ins Gespräch kommen, tauschen und fachsimpeln, dann ist wieder Pflanzentauschbörse auf dem Biobauernhof Essers.
Am Samstag war es wieder so weit und das bereits zum 25. Mal. Schon früh am Morgen füllte sich das Gelände am Haus Neuenhoven. Schnell wurde deutlich: Diese Veranstaltung hat längst ihren festen Platz im Kalender vieler Menschen. „So viele Startpflanzen hatten wir noch nie“, sagte Silija Schäfer zufrieden und blickte über die Tische, auf denen sich Stauden, Kräuter und junge Gemüsepflanzen dicht an dicht reihten. Gemeinsam mit Waltraud Draizi, Silke Bellingrodt und Gerlinde Quack gehört sie zu den engagierten Köpfen hinter der Aktion.
Viele Pflanzen waren bereits im Vorfeld gesammelt worden, sorgfältig vorbereitet und nun bereit für neue Gärten. Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Was im eigenen Garten zu viel ist oder keinen Platz mehr findet, wird nicht weggeworfen, sondern weitergegeben. So entstehen neue grüne Oasen, die nachhaltig und ressourcenschonend sind.
Organisiert wird die Pflanzentauschbörse traditionell in Kooperation zwischen dem NABU Jüchen und dem Bioladen Neuenhoven. Unterstützt wird die Aktion dabei von zahlreichen Ehrenamtlichen, die mit viel Herzblut dabei sind. „Wir arbeiten hier alle ehrenamtlich im Laden“, erklärte Anke Wojtas und schenkte nebenbei frisch gebrühten Kaffee aus. Flyer wurden verteilt, Fragen beantwortet und Tipps gegeben. In diesem Jahr wurde die Fläche sogar erweitert. Ein Pavillon bot zusätzlichen Raum, so dass noch mehr Pflanzen präsentiert werden konnten. Anke Wojtas, die die Kooperation begleitet, betonte den ökologischen Gedanken hinter der Veranstaltung. „Es geht uns darum, Nachhaltigkeit erlebbar zu machen und Menschen zusammenzubringen“, sagte sie.
Neben dem klassischen Pflanzentausch konnten Besucher auch gegen eine kleine freiwillige Spende Pflanzen erwerben. Selbst wer nichts mitgebracht hatte, musste also nicht mit leeren Händen gehen. Besonders gefragt waren in diesem Jahr bienen- und schmetterlingsfreundliche Pflanzen sowie Kräuter und Obst- und Gemüsesetzlinge.
Immer mehr Menschen achten darauf, ihre Gärten naturnah zu gestalten und Lebensräume für Insekten zu schaffen. Passend dazu wurden auch selbst gebaute Insektenhotels angeboten, die auf großes Interesse stießen. „Wir freuen uns, dass viele Besucher nicht nur an ihre eigenen Gärten denken, sondern auch an die Natur insgesamt“, sagte Gerlinde Quack vom NABU. Der Austausch unter den Gästen war dabei fast genauso wichtig wie die Pflanzen selbst. Viele nutzten die Gelegenheit, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte Bekannte wiederzutreffen. „Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Menschen sich für Natur und Nachhaltigkeit begeistern“, freut sich Ulrike Claßen, die mit einem kleinen Kräutertopf in der Hand zufrieden lächelte.
Die Pflanzentauschbörse ist inzwischen längst mehr als nur ein Markt. Sie ist ein Treffpunkt für Gleichgesinnte, ein Ort des Austauschs und ein sichtbares Zeichen dafür, dass Nachhaltigkeit im Kleinen beginnt. Nach 25 Jahren ist die Begeisterung ungebrochen. Im Gegenteil: Sie wächst weiter. Mit jeder Pflanze und mit jedem Gespräch.




Artikel der Neuß-Grevenbroicher-Zeigung vom 28.04.2025
Großer Andrang bei der Pflanzentauschbörse in Jüchen
Jüchen Bereits seit 25 Jahren gibt es sie: die beliebte Pflanzentauschbörse in Jüchen. Was einst klein begann, hat sich heute zu einer festen Größe im Kalender vieler Naturfreunde entwickelt. Auch in diesem Jahr fand das traditionelle Frühjahrs-Event statt

JÜCHEN |(amal) Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen bereits früh am Morgen bei strahlendem Sonnenschein zum Haus Neuenhoven und brachten Setzlinge, Stauden und Sämereien mit – und tauschten sie untereinander oder gaben sie gegen ein kleine Spenden weiter. „Es ist wunderbar, zu sehen, wie viel Engagement und Begeisterung die Menschen für Natur und Nachhaltigkeit aufbringen“, freute sich Gerlinde Quack von NABU Jüchen.
Wer nichts zum Tauschen dabeihatte, musste nicht mit leeren Händen gehen: Gegen eine freiwillige Spende konnten Besucher Pflanzen, Samen und sogar selbstgebaute Nisthilfen mitnehmen. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Pflanzen und Materialien, die im eigenen Garten keine Verwendung mehr finden oder zu üppig wuchern, werden nicht entsorgt, sondern weitergegeben. So entstehen neue grüne Oasen, und Ressourcen werden sinnvoll genutzt. „Wir legen großen Wert darauf, dass keine Pflanze, kein Samen, kein Topf unnötig weggeworfen wird“, erklärte Gerlinde Quack. „Alles, was übrig bleibt, wird verwertet, entweder direkt vor Ort oder bei zukünftigen Aktionen.“
Neben Pflanzen konnten Besucher auch Saatgut erwerben. Hier achteten die Veranstalter besonders auf ökologische Qualität. Der Austausch unter den Gästen war lebendig und herzlich. Viele kamen ins Gespräch, tauschten Tipps zu Anzucht und Pflege aus und verabredeten sich sogar schon für private Pflanzentauschaktionen im Sommer. Einige Teilnehmer berichteten, dass sie durch Zeitungsartikel oder Social Media auf die Veranstaltung aufmerksam geworden seien. Die Reichweite des NABU Jüchen und der neuen Genossenschaftsleitung, die vor Kurzem den Bioladen Haus Neuenhoven übernommen hat, scheint bereits Früchte zu tragen.
Ein besonderes Augenmerk galt den Insekten. Mit Nisthilfen und bienenfreundlichen Pflanzen setzen die Organisatoren ein klares Zeichen für den Artenschutz. „Wir freuen uns besonders, dass viele Besucher nicht nur an ihre Gärten, sondern auch an Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber denken.“ Wie jedes Jahr fand die Veranstaltung im Frühjahr statt, der besten Zeit, um Pflanzen neu zu setzen und Gärten aufblühen zu lassen.
Für die Zukunft gibt es große Pläne. Neben der Pflanzentauschbörse sollen weitere Events in Kooperation mit der Genossenschaft folgen. „Wir wollen nicht nur ein Bioladen sein, sondern eine lebendige Gemeinschaft rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz entstehen lassen“, kündigen die Veranstalter an. Bereits jetzt ist klar: Die Pflanzentauschbörse hat einen festen Platz im Herzen der Menschen aus Jüchen und Umgebung. Und mit der neuen Leitung von „Haus Neuenhoven eG“ scheint der eingeschlagene Weg vielversprechend. Die nächste Pflanzentauschbörse ist bereits in Planung. Wer mitmachen möchte, sollte sich den kommenden Frühling schon einmal im Kalender vormerken – denn dann heißt es wieder: bringen, tauschen, pflanzen und gemeinsam die Natur feiern.