Auf ihrem Weg zum Laichgewässer finden jedes Jahr zahlreiche Amphibien den Tod. Dem wirkt die Nabu-Gruppe Jüchen an zwei Standorten entgegen. Dafür werden nun weitere Helfer benötigt. Auch Eltern und Kinder können mitmachen.
Um Amphibien sicher über die Straße zu helfen, sucht die Nabu-Gruppe Jüchen ehrenamtliche Helfer. Je nach Wetterlage werden sich spätestens im Februar viele Amphibien auf ihren Weg zu Laichgewässern machen. Dieser führt auch über Straßen, die für die Tiere zur tödlichen Gefahr werden können, da sie nicht ausweichen können, sich ducken und so häufig überfahren werden. Dagegen hilft ein Amphibienzaun, an dem die Tiere entlang wandern können. Am Ende des Zauns fallen sie in sogenannte Auffangkisten.
Seit 2015 sind die Erhenamtler am Schloss Dyck und seit 2024 auch an der Skihalle in Neuss aktiv. Besonders durch den neuen Wanderbereich an der Skihalle braucht der NABU weitere ehrenamtliche Helfer. Das Retten von Amphibien ist ohne weitere Vorkenntnisse möglich. bei der oben angegebenen Auftaktveranstaltung werden Neulinge eingewiesen . Außerdem werden sie in den ersten Tagen von einem erfahrenen Helfer begleitet. Besonders für Eltern und Kinder sei die Arbeit geeignet. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Kinder mit Begeisterung bei der Sache sind und großen Eifer und Freude bei der Rettung der Tiere zeigen.

Unabhängig vom Informationstag kannst Du Dich bei Interesse per E-Mail an dieter.bienert(at)nabu-neuss.de wenden

Dieter Bienert
Telefon: 0170-5268843
dieter.bienert(at)nabu-neuss.de
Jedes Jahr am Ende des Winters wandern überwiegend Erdkröten, aber auch Molche und Grasfrösche in der Dunkelheit zu ihren Laichgewässern, um sich dort fortzupflanzen. Dabei müssen sie oft Straßen überqueren und werden häufig überfahren. Um das zu verhindern, betreuen wird ab Februar bis in den April bei Schloss Dyck und in Neuss an der Skihalle die Amphibienwanderung. Dabei werden die Amphibien durch Zäune in Sammelkisten geleitet und täglich über die Straße getragen. Ohne diese Aktion werden viele Tiere im Straßenverkehr getötet.
Weitere Informationen, warum die Amphibien, insbesondere die Erdkröten, auf der Straße verweilen und damit der Gefahr ausgesetzt sind und warum dieser Aufwand bei der Rückwanderung nicht mehr erforderlich ist, findest Du hier.
Bislang haben uns zweimal Kamerateams von der Lokalzeit Düsseldorf und einmal für die Sendung mit der Maus begleitet. Die Filme und weitere Bilder findest Du hier.
Vom Tiefbauamt des Rhein-Kreis Neuss werden an der Schlossstraße (Kreisstraße) vor der Wanderung ein mobiler Amphibienschutzzaun und Sammelkisten aufgestellt. Der Zaun fängt Amphibien über eine Länge von 200 m an der Schlossstraße ab. Die Erdkröten begeben sich auf den Weg zu den Laichgewässern im Schlosspark. Wir kontrollieren täglich die Sammelkisten, nehmen die Amphibien in Eimern auf und bringen sie dann über die Straße und lassen sie im Schlossparkgelände wieder frei.
Vom Landesbetrieb Straßen NRW werden an der Lüttenglener Straße (Landesstraße) vor der Wanderung ein mobiler Amphibienschutzzaun und Sammelkisten aufgestellt. Der Zaun fängt Amphibien über eine Länge von 200 m ab. Die Erdkröten begeben sich auf den Weg zu den Laichgewässern nahe der Skihalle. Wir kontrollieren täglich die Sammelkisten, nehmen die Kröten in Eimern auf. Dann bringen wir die gesammelten Amphibien über die Straße und lassen sie in der Nähe der Laichgewässer wieder frei.

Die Amphibien krabbeln am Zaun entlang und fallen in die geschlossenen Sammelkisten.
Die Kisten sind zum Wasserablauf ohne Boden gebaut, aber dick mit Sand ausgelegt. In den Kisten sind die Amphibien vor Sonneneinstrahlung (Austrocknung), Starkregen und vor Fressfeinden geschützt. Bei Bedarf, z.B bei Frost, können sich die Amphibien im Sand schützend einbuddeln. Die Kisten werden von uns täglich kontrolliert, die Amphibien eingesammelt und auf der anderen Straßenseite ausgesetzt.
In unserer heutigen Bebauung ergeben sich oft Schächte, Becken und Gräben (Entwässerung, Lichtschächte, etc.), aus welchen für Amphibien und andere Tiere aufgrund steiler Betonwände kein entkommen möglich ist; selbst wenn diese mit Wasser gefüllt sind. Es ist notwendig, Ausstiegshilfen einzuplanen. Dieses kann z.B. durch schräge Bretter umgesetzt werden oder auch durch spezielle Kletterhilfen.
Bei der Einsammlung zählen wir die Amphibien, wodurch wir eine Statistik erhalten. Im Winterquartier, dem Pumpenbusch, wurden viele Eschen gerodet, was zusätzlich zu den heißen Sommern in der Vergangenheit die Polulation leider deutlich gesenkt hat.

Fotos: NABU
Videos Kröteneimer (zur Zeit noch inaktiv)