Insektenhotels sind wichtig, weil sie dringend benötigte Nist- und Überwinterungsplätze für viele nützliche Insekten wie Wildbienen, Marienkäfer und Florfliegen schaffen, die Lebensräume durch moderne Gärten und Landwirtschaft verlieren. Sie fördern die Biodiversität, unterstützen die natürliche Bestäubung von Pflanzen und bieten eine ökologische Schädlingsbekämpfung (z.B. Blattläuse) und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts.
Zusammenfassend helfen Insektenhotels dabei, ein gesundes und ausgewogenes Ökosystem im eigenen Garten zu fördern und leisten einen Beitrag zum Artenschutz.
Am Ende dieser Seite findest Du Wissenswertes, Informationen und Bauanleitungen.
2020 haben wir ein großen Isenktenhotel gebaut, welches auch heute noch auf unserer 3M-Wiese steht. Gebaut wurden einzelne Kästen, da diese besser handhabbar und zur Erneuerung herausnehmbar sind. Einige Kästen wurden mit Lehm (Hausbau) gefüllt, nach dem durchtrocknen wurden unterschieldlich große Löcher reingebohrt. In anderen Kästen haben wir Pflanzenstiele (z.B. Bambus, Holunder, etc.) eingeschichtet. Die Pflanzenstiele wurden auf Länge gesägt, Grate wurden abgeschliffen und ggf. enthaltenes Mark oder Zwischenwände mit Bohrern entfernt. Die Kästen haben wir unter einer Überdachung auf die Sonnenseite in einen Rahmen gestapelt. In einem größeren Abstand haben wir ein engmaschiges Gitter angebracht, um Fressfeinde wie den Specht abzuhalten. Mittlerweile haben wir den Dachüberstand deutlich vergrößert, um Regen besser abzuhalten.
Das Insektenhotel wird regelmäßig gepflegt, aufgefüllt und bei Bedarf optimiert. Der Erfolg ich durch die Belegung sichtbar.
Fotos: NABU
Fotos: NABU
Wir haben 2025 weitere Nisthilfen speziell für Wildbienen gebaut und aufgestellt. Diese dienen den solitär lebenden Wildbienen als sichere Brutplätze. Sie bestehen aus natürlichen Materialien und bieten, durch die perfekten Bedingungen des MDF-Brettchens, einen artgerechten Platz für die Eiablage. Die Einfluglöcher und die Röhren imitieren natürliche Brutplätze, wie hohle Pflanzenstängel, Käfergänge oder Erdlöcher. Diese haben ganz glatte Flächen, was der Sicherheit der Bienen dient, dadurch kann die Biene sich nicht verletzen, z. B. an den Flügeln.
Fotos: NABU
Was sind solitäre Wildbienen?
Wildbienen sind wichtige Bestäuber und ein unverzichtbarer Teil unseres Ökosystems. Viele Wildbienenarten leben – im Gegensatz zur Honigbiene – nicht im Staat, sondern alleine. Jede
Wildbiene baut ihr eigenes Nest und versorgt ihren Nachwuchs selbständig.
Standort der Nisthilfen
Die Nisthilfen sollten an einem sonnigen, windgeschützten und möglichst südlich ausgerichtet Platz – genau wie es Wildbienen mögen, aufgehangen werden. Auch sollte dafür gesorgt werden, dass
keine Nässe eindringt. Am besten den Nistkasten an einem Dachvorsprung anhängen oder auf einen geschützten Holzstapel stellen.
Wer wohnt hier? Wer wird in ihrer Nisthilfe einziehen? Ein paar Beispiele:
Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)
Häufiger Frühjahrsbesucher, nistet gern in Holz oder Röhrchen.
Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)
Eine der ersten Bienen im Jahr, mit charakteristischen „Hörnern“.
Maskenbiene (Hylaeus spp.)
Winzig klein, oft übersehen – lebt in sehr schmalen Hohlräumen.
Blattschneiderbiene (Megachile spp.)
Schneidet kreisrunde Stücke aus Blättern für den Nestbau
Weitere allgemeine Informationen zu Insektenhotels und deren Bau erhalten ihr hier.
