Ein Kräuterrasen besteht aus Rasengräsern und niedrigen, trittfesten Blütenstauden. Die Definition wird deutlicher im Vergleich zu anderen Arten von Grünflächen.
Das ist ganz einfach. Oft reicht es schon, das Vertikutieren, Düngen und Gießen einzustellen und seltener zu mähen. Es stellen sich dann etliche für den Standort und Boden geeigneten Kräuter von selbst ein. Für eine größere Artenvielfalt kann man zusätzlich eine Saatgutmischung ausbringen oder Pflanzen direkt einpflanzen.
Wie pflege ich einen Kräuterrasen?
Indem Du (fast) nichts tust. Der Kräuterrasen wird nach Bedarf und Gefühl gemäht, höchstens alle 3-4 Wochen, damit die Kräuter blühen und aussamen können. Gießen ist nur bei extremer Trockenheit nötig. Bitte nicht düngen, die meisten Kräuter bevorzugen magere Böden.
Die meisten Pflanzen im Kräuterrasen sind heimische Wildpflanzen, die früher häufig am Rand von Feldwegen oder auf Brachen wuchsen. Sie brauchen wenig Nährstoffe, kommen gut mit Trockenheit klar und vertragen es, wenn auf ihnen herumgetrampelt wird, sind also sehr robust und genügsam.
Die Beschreibung etlicher Pflanzen finden Sie in unseren Pflanzenporträts.
Für Insekten ist der Kräuterrasen ein wahres Paradies, liefert Nektar, Pollen und Futter sowie Versteckmöglichkeiten für Schmetterlingsraupen. Da ihr Lebensraum in der freien Natur durch
intensive Landwirtschaft und zunehmende Versiegelung immer mehr abnimmt, ist es eine gute Idee, ihnen in unseren Gärten einen Platz einzuräumen.
Wenn wir zusätzlich Zwiebelpflanzen wie Elfenkrokusse setzen, eröffnen wir das Büffet für Hummelköniginnen schon im Februar und können uns an den ersten Farbtupfern in unserem Garten erfreuen.