Aktuelles in Kaarst

Juni 2021

Insektensommer im Garten - der Junikäfer

Bereits im letzten Sommer sind mir die relativ großen Käfer aufgefallen, die mit lautem, tiefen Brummen in lauen Juninächten die Baumwipfel umkreisen. Im Volksmund werden sie Junikäfer genannt. Tatsächlich handelt es sich Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer, die sowohl in ihrem Aussehen als auch in ihrer Lebensweise den Maikäfern ähnlich sind. Dieses Jahr konnte ich beobachten, wie sie zu Beginn der Dämmerung aus Löchern im Rasen hervorgekrochen kamen und unermüdlich an Pflanzenstängeln emporkrabbelten, bis sie eine Höhe erreicht hatten, von der sie losfliegen konnten.

Obwohl mit ihrem ca. 18 mm langen Körpern nur etwa halb so groß wie ein Maikäfer, schien es ihnen schwer zu fallen, direkt vom Boden aus loszufliegen. In Scharen schwirrten sie um die Baumkronen auf der Suche nach einem Partner. Die Weibchen legen ihre Eier im Boden ab und sterben anschließend. Die ausschlüpfenden Engerlinge leben mehrere Jahre im Boden, bevor sie sich schließlich verpuppen und es zu einer neuen Generation der kurzlebigen Käfer kommt, die in der Dämmerung aktiv werden und sich tagsüber in einem Versteck ganz still verhalten .In einem naturnahen Garten finden die Käfer genügend Raum für ihre Entwicklung und sind genau wie die Engerlinge eine gute Nahrungsquelle für Igel, Spitzmäuse und Maulwürfe. Auch für unseren Hund waren sie ein Leckerbissen!
(eine Geschichte von Jutta Tuennessen)

 

Juni 2021
Kleinod am Bachlauf
Selbst an einem kleinem künstlichen Bächlein wie dem Jüchener Bach kann man fliegende Edelsteine entdecken, wie dieses Weibchen einer Gebänderten Prachtlibelle. Zwei Weibchen kämpften um einen guten Platz an der Sonne, als dieses Foto vor einigen Tagen entstand.

Der Jüchener Bach ist durch die Sümpfungsmaßnahmen von Rheinbraun versiegt. Aber durch Einleitungen von eben diesem Wasser ist ein kleiner Ersatz geschaffen. Im „Oberlauf“ ist das Wasser des Jüchener Baches klar und recht sauber, während weiter unten auch Abwasser transportiert werden muss. Es fließt recht gemächlich mäandernd dahin. Hier können die Gebänderten Prachtlibellen leben und sich vermehren. Die Männchen dieser Libellenart leuchten blau, haben dunkle Flügelflecken und stehen den grünmetallisch glänzenden Weibchen in Nichts nach.

Juni 2021
Soroptimistinnen übergeben Spende an den NABU

Im Juni bedachte der Soroptimist International Club Kaarst den Naturschutzbund NABU im 100. Jahr seines Bestehens mit einer großzügigen Spende von 100€. Die beiden Vertreterinnen , Frau Kallen als die momentane Vorsitzende und Frau Altvater als ihre Stellvertreterin berichteten darüber, dass diese rührige Gruppierung von Frauen allmonatlich 100€ an einen Verein spendet, der sich im künstlerischen, allgemein gesellschaftlichen Bereich oder aber im Natur- und Umweltschutz einsetzt. „Auf die Weise wollen wir das vielfältige Engagement vieler Menschen stärken“ berichteten die beiden Damen.


Wir haben uns sehr über diese Auszeichnung gefreut“ berichten Monika und Ulrike , die stellvertretend für die gesamte Gruppe die Spende entgegen genommen haben „und werden das Geld für den Amphibien-, den Vogel- oder Igelschutz einsetzen".

 

Mai 2021
Jedes Fleckchen Wildblumen zählt

Und wenn es nur 30 qm auf dem großen Gelände einer Kaarster Firma sind! Für Wildbienen und viele andere Insekten sind sie ein wertvoll. Deshalb versuchen 3 fleißige NABU-Mitglieder dieses kleine Stückchen wilder Natur zu erhalten. Corona und das dadurch erzwungene Homeoffice machten es nicht möglich, dass die Initiatoren dieser Firma sich selbst ein wenig um das Beet kümmerten.

Also hat der NABU Kaarst für dieses Jahr die „ Patenschaft“ übernommen. Hier und da mussten wir das zu üppig wachsende Gras entfernen, damit Korn- und Mohnblume, Witwenblume , Malve und Braunelle eine Chance bekommen. Die ersten Blüten haben sich entfaltet.

Bald wird ein bunter Blütenflor Biene Majas wilde Schwestern anlocken!

Mai 2021

Amphibienkartierung

Die Bestandsüberwachung in Zusammenarbeit mit der Biostation wurde dieses Jahr wieder von NABU Aktiven durchgeführt. Die Gewässern waren durch den verregneten Mai gut gefüllt. Auch die Tümpel an der Kläranlage waren von Amphibien besetzt. Das hat uns besonders gefreut, da es die letzten Jahre dort sehr aufgrund der Trockenheit sehr schlechte Bedingungen gab. 

 

Mai 2021
Katzen und Vogelfreunde 

Katzen und Vögel, ein ewiger Streit zwischen Katzenliebhabern und Vogelschützern:
Katzen sind sehr beliebte Haustiere und in unseren Siedlungen zahlreich verbreitet. Sie sind zwar Haustiere, haben aber auch noch immer Merkmale ihrer Vorfahren im Blut: Sie jagen!
Zwar bekommen sie genügend Futter, das hindert sie jedoch nicht daran auf ihren Streifzügen Vögel und andere Tiere zu erbeuten. Streunende Katzen sind eine Gefahr für Bodenbrüter, die in ihrem Bestand sehr stark gefährdet sind. Im Frühjahr sind es besonders die noch unbeholfenen Jungtiere, die von den Katzen erbeutet werden, denn sie sind leicht zu fangen. Besonders wichtig sind daher im Garten gute Versteck-und Nistmöglichkeiten.

Was kann man tun?

Mit den Tipps vom NABU können Sie helfen, beiden Arten gerecht zu werden.

 

 

April 2021
Vogelfütterung eingestellt

Wir haben die Fütterung eingestellt. Es gibt da ja verschiedene Meinungen. Wir halten uns aber in der Jungenfütterungszeit zurück und werden im Herbst wieder beginnen.
Nähere Infos zur Vogelfütterung findet ihr hier.

 

April 2021
Krötenwanderung

Nach über sechs Wochen Betreuung der Wanderstrecke am Meerbuscher Wald ist die Wanderung der Amphibien nun erfolgreich abgeschlossen. Es wurde über 5.700 Erdkröten und über 300 Molche zu den Gewässern gebracht und vor dem Verkehr gerettet. Durch den Luftdruck von vorbeifahrenden Fahrzeuge platzen die Tierkörper oder sie werden  überfahren. Die Anzahl der geretteten Amphibien ist damit unwesentlich niedriger als im Vorjahr.
Die Schutzzäune werden jetzt von uns abgebaut und für nächstes Jahr zwischengelagert.

 

Tiere in unseren Siedlungsgebieten:
Die Waldohreule

Die Waldohreule bewohnt Wälder, die sich in der Nähe von offenen Flächen befinden. Sie ist neben dem Waldkauz die häufigste Eulenart bei uns.

Sie ist 32-37 cm groß und schlank. An ihren Federohren ist sie leicht zu erkennen.

Schwerelos fliegt sie durch die Nacht und jagt ihre Beute. Ihre Hauptnahrung sind Mäuse und Wühlmäuse. Ihr Jagdrevier sind abwechselungsreiche Agrarlandschaften mit extensiven Hecken und Feldgehölzen. Waldohreulen gehören zu den Standvögeln und Teilziehern. Besonders Jungvögel ziehen zum Überwintern bis zu 2.000 km.

Foto: Reinhard Paulin
Obwohl sie streng nachtaktiv ist, kann man sie oft im Winter an ihrem Gemeinschaftsschlafplatz beobachten. Denn tagsüber hält sie sich gern in dichten Nadelbäumen in unseren Siedlungen auf. Dort kann man sie vorsichtig abends vor dem Dunkelwerden sichten. Aufmerksam beobachtet sie uns mit ihren intensiv gelben Augen. Sie baut keine eigenen Nester, sondern nutzt für ihre Brut gerne verlassene Krähen-und Elsternnester. Zur Brutzeit hört man alle zwei bis drei Sekunden das dumpfe „Huh“ der Männchen: Vogelstimme beim LBV 

Den Ruf der jungen Waldohreulen hört man etwa Mitte Juni aus Bäumen, wenn sie um Futter betteln.

 

Februar 2021
Krötenwanderung

Eine kurze, aber warme frühlingshafte Zwischenphase hat die Amphibien geweckt und uns zu unserem Schutzbereich der Broicherseite gerufen. In einer "günstigen" Nacht wurden bereits an die 1.000 Kröten über die Strasse gebracht. In der Zwischenzeit sind die Temperaturen wieder gefallen. Aber es sind schon viele Kraniche über uns zurückgezogen, es wird also bald wieder wärmer und dann kann es auch für die vielen Helfer wieder losgehen:
Es steht alles bereit!

 

Februar 2021
Amphibienzäune

Wie seit vielen Jahren sammeln fleißige Hände in Kaarst an der Broicherseite Kröten, Frösche Molche auf ihrem gefährlichen Weg zu ihrem Laichgewässer auf und bringen sie in sicheres Terrain.

 

Leider war  in diesem Jahr das Aufstellen der Amphibienzäune mit großen Schwierigkeiten verbunden, da die Zäune wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht wie im vergangenem Jahr von der Stadt Kaarst aufgestellt wurden. Die Kaarster Firma Schnitt-Gut war zum Glück zur Stelle und hat einen großen Teil der Zäune als Sachspende aufgebaut. An einer besonders wichtigen Stelle haben 6 fleißige Naturschützer*innen am 20.2. eine weitere Lücke geschlossen. Brombeeren, dichtes Wurzelwerk , Schotter– all das war kein Hindernis. Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen. Die Temperaturen passen schon, die ersten Vierbeiner haben sich bereits auf den Weg gemacht. Ein wenig mehr Feuchtigkeit, ein kleiner milder Abendregen, wäre ideal.

 

Februar 2021
Schneegänse

Schneegänse am Jröne Merke in Neuss                                                                          Foto: Ulrike Silberbach

Ein seltener Anblick in Deutschland, aber seit vielen Jahren in Neuss ein alltägliches Bild, sind diese Schneegänse. Als arktische Vögel sind sie eigentlich in Grönland beheimatet und nur selten als Wintergäste in Deutschland zu bewundern. Die Neusser Population – vermutlich aus Gefangenschaftsflüchtlingen hervorgegangen- ist daher eine Besonderheit. Hoffen wir, dass die immer wieder vorgebrachten Forderungen, die Tiere wegen ihres Kots zu vergrämen, ins Leere laufen, denn sollten wir uns nichtglücklich schätzen, dass solch schöne Tiere sich in unserer Nähe aufhalten und hier anscheinend wohlfühlen?!

 

Januar 2021
Vorbereitungen Amphibienwanderung

Wir starten mit der Organisation: Gespräche mit der Stadt,  Helfer zusammensuchen und die Amphibienschutzzäune. Große Hilfe kam hier von der Firma Schnitt-Gut, siehe Rheinische Post

 

Januar 2021
Der Winter schaut vorbei

Schnee, Eis und Kälte:
Streusalz schädigt die Umwelt. Grundsätzlich darf bei uns in Kaarst kein Streusalz eingesetzt werden. Unsere Tipps und Alternativen zum Streusalz haben wir veröffentlicht, siehe Rheinische Post

 

Dezember 2020

Winterfütterung

 

Das Füttern von Vögeln im Winter ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt obendrein Artenkenntnisse.

Doch welche Art bevorzugt welches Futter? Worauf muss man dabei achten? Häufig anzutreffen sind Meisen, Finken,und Sperlinge. Sie sind Körnerfresser. Aber auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönige überwintern bei uns.

 

 (Foto: NABU / Beate_Seelmann-Eggebert)

Ein Futtersilo ist besonders praktisch und minimiert die Übertragung von Krankheitserregern. Beim Aufhängen muss man beachten, dass das Futter auch bei starkem Wind, Regen und Schnee nicht durchnässt wird, da es sonst verdirbt. Futtersilos sind „wartungsfrei“, d.h. sie müssen nur vor und nach der Wintersaison gereinigt werden.

 

Auch ein Platz zum Kuscheln wird gern gesehen. Nistkästen sind zwar vor allem als Bruthilfe im Frühjahr gedacht.  Aber auch im Winter bieten sie nicht nur Vögeln, sondern auch kleinen Säugetieren und Insekten einen schützenden Unterschlupf.

 

Die virtuelle „Snackbar“ gibt es hier:
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung

 

November 2020

Herbstimpressionen:

 

Karde:
Während andere Wildblumen sich im Herbst nach den ersten Frösten langsam zurückziehen und eintrocknen, bleiben die abgeblühten Köpfe der Karde bis ins Frühjahr weiterhin sichtbar in die Höhe gereckt. In den braunen mit Stacheln bewehrten Blütenköpfen befinden sich Samen, die insbesondere für die Stieglitze (Distelfinken) eine begehrte Nahrungsquelle im Herbst und Winter sind. Und Spinnen lassen sich die Chance nicht entgehen, die bizarr geformten Blütenstände mit hauchdünnen, silberfarbenen Spinnfäden kunstvoll zu umgarnen.


(Foto: Jutta Tünneßen)

 

Oktober 2020

Waldkauzkasten gegen Mäuse

 

Mäuse fühlen sich zwischen naturnah gepflegten Beeten mit viel leckerem Gemüse wohl. Wer kann es ihnen verdenken.

 

Das erlebt auch die SOLAWI-Gruppe Düsseldorf

(Solidarische Landwirtschaft), die südlich von Büttgen einen großen Acker bewirtschaftet und dort Gemüse für ihre Mitglieder anbaut. Was tun?

In gemeinsamer Überlegung mit dem NABU Kaarst fiel die Entscheidung für einen Waldkauzkasten. Schnell war er gebaut; die Jahreszeit ist günstig, denn diese Eulen befinden sich in der Herbstbalz und vielleicht sucht ja ein Pärchen noch ein neues Domizil. Also wurde am Wochenende ein neuer Kasten aufgehängt, sowie Sitzstangen für Eulen und auch für Falken und Bussarde, ebenfalls geschickte Mausejäger, aufgestellt.

 

Im kommenden Frühjahr sollen noch Eigenheime für Feldsperlinge hinzukommen. Sie stehen schon beim NABU Kaarst bereit. Da Spatzen gerne in Gruppen brüten muss noch eine Konstruktion erstellt werden.

 

"Es macht Freude gemeinsam in und mit der Natur zu arbeiten" sagen die aktiven Mitglieder von NABU und SOLAWI.

 

(Foto: Jutta Tünneßen)

 

Oktober 2020
Pflanzentauschbörse / Volksinitiative

 

Dieses Jahr musste unsere im Frühjahr beliebte Pflanzentauschbörse wegen der Corona Pandemie leider ausfallen. Ein wenig Mut hat schon dazugehört unter den Umständen zum Ersten mal eine Herbstbörse anzubieten. Trotz Verschärfung der Pandemie ist der Tag erfreulich gelaufen.


Diesmal lag der Schwerpunkt auf Pflanzen, die auch trockene Sommer ohne viel Gießen gut überstehen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                (Foto: NABU Kaarst)
Dazu gab es Pflanzentipps für einen Duft- oder Kräuterrasen. Dazu gehören Pflanzen, die einen herkömmlichen Rasen durchaus ersetzen können und viel weniger Wasser benötigen, wie z.B. die römische Kamille oder der Feldthymian.  Und: Diesen Rasen muss man nicht mähen!

Auch die Volksinitiative Artenvielfalt haben viele Besucher*innen mit ihrer Unterschrift unterstützt, damit die Politik in NRW sich intensiv mit der Verbesserung des Artenschutzes in unserem dicht besiedelten Land beschäftigt.
Hoffen wir, dass die nächste Planzentauschbörse wieder im Mai 2021 stattfinden kann.

 

Volksinitiative Artenvielfalt
Auftaktveranstaltung im Tuppenhof

Am Dienstag, den 11. August 2020, haben wir das erste Mal Unterschriften für die Volksinitiative Artenvielfalt gesammelt. Unseren Stand haben wir bei sehr warmen Sommerwetter im Schatten des Tuppenhof aufgebaut.

 

Dort wurde abends der Dokumentarfilm „Joy in Iran“ gezeigt und wir hatten die Gelegenheit die Besucher im Vorfeld über die Volksinitiative zu informieren und Fragen dazu zu beantworten.
Die Besucher aus Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch, Mönchengladbach und Köln waren sehr interessiert und haben zahlreich durch ihre Unterschrift der Volksinitiative ihre Stimme gegeben. Einige nahmen sogar Unterschriftenbögen mit und versprachen in ihrem Umfeld weitere Stimmen zu sammeln.

Ein guter Auftakt für unsere Unterschriftenaktion!

Infos zur Volksinitiative Artenvielfalt unter www.artenvielfalt-nrw.de

 

Weitere Termine und Orte, an denen Sie an unserem Stand unterschreiben und mit uns ins Gespräch kommen können, finden Sie hier.

 

 

August 2020
Fallobst vom Tuppenhof

 

Haben Sie Lust auf Kompott oder Apfelkuchen?

Die verschiedenen Apfelsorten ergeben einen köstlichen Mix. Die Äpfel werden regelmäßig gesammelt: die Schlechten kommen auf den Kompost, die Verwertbaren in die Kiste vor dem Tuppenhof an der Strasse.
Greifen Sie zu!

 

 

 

   (Foto: NABU Kaarst)

 

Neophyten
Drüsiges Springkraut

 

Auch in Kaarst ist das drüsige oder auch indische Springkraut schon lange angekommen.

In einem naturnahen Biotop haben wir einen kleinen Bestand geärgert und versuchen diesen im Zaum zu halten. Leider waren wir etwas zu spät dran, denn einige Samen waren schon entwickelt.

Die Pflanze wird als agressiv eingestuft und gefährdet als Neuankömmling die einheimische Natur.

 

Nähere Informationen sind beim NABU oder auch beim Bundesamt für Naturschutz zu finden.

 

 

 

 

 

   (Foto: Sabine Friedeler)

 

Insektensommer 2020
große Königskerze

Am Rand des Vorster Wäldchens steht die Königskerze von Juni bis September in voller Blüte. Die imposante Pflanze, die bei guten Bedingungen durchaus mannshoch werden kann, mag Wärme und Sonne. Ihre dichte Behaarung schützt sie vor Verdunstung und hat ihr den Namen „Wollblume“ eingetragen. Eine einzelne Pflanze kann an ihren langen ährenartigen Blütenständen bis zu 1000 Einzelblüten tragen, die sich über einen langen Zeitraum von unten nach oben öffnen. Sie ist ein Paradies für Insekten wie Schwebefliegen, Hummeln, Bienen und Käfer und Futterpflanze u.a. für die Raupen des Eulenfalters.

 

Vertiefende Informationen zu Pflanzen im Garten:

berlin.nabu.de/.../naturgarten/allgemeine-themen/10694.html

 

 

  (Foto: NABU Kaarst )

Insektensommer 2020
der Blutbär

Die auffällig schwarz/orange geringelten Raupen des Blutbärs oder auch Jakobskrautbärs genannten Schmetterlings (aus der Familie der Bärenspinner) finden sich momentan auf den Jakobs-Greiskrautbeständen am Rand des Vorster Wäldchens. Ihre auffällige Färbung signalisiert etwaigen Fraßfeinden ihre Ungenießbarkeit und somit brauchen sie sich auch nicht zu verstecken. Die wichtigste Futterpflanze für die Raupen ist das Jakobs-Greiskraut. Die Puppen des Blutbärs überwintern und im Mai/Juni des Folgejahres schlüpfen dann die Schmetterlinge.

 

Weitere Informationen und auch Fotos vom Blutbär: niedersachsen.nabu.de/.../schmetterlinge/24162.html
  (Foto: NABU Kaarst )
                                                            

Weitere Informationen zum Jakobs-Greiskraut:
schleswig-holstein.nabu.de /.../ jakobskreuzkraut

 

Insektensommer 2020

die Zaunrübe

Die Zaunrübe ist eine giftige Wildpflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört. Schön anzusehen rankt sie sich an Büschen, Bäumen und Zäunen empor. Von Gartenbesitzern und Landwirten wird sie als lästig empfunden und ist nicht gern gesehen.

Sie ist die einzige Futterpflanze der streng oligolektischen  Zaunrübensandbiene. Die Weibchen sammeln ausschliesslich die Pollen der männlichen Zaunrübe. Die Blätter sind die Nahrung des Zaunrübenmarienkäfers. Dieser frisst keine Läuse, sondern Pflanzen.

 

Die 2. Runde der Mitmachaktion des NABU “Insektensommer” findet vom 31.7.- 9.8. statt. Machen Sie mit! Alle Infos beim NABU: https://www.nabu.de/news/2020/05/28204.html

Juni 2020

Hochzeitswiese

Wir setzen uns für mehr Natur in unserer Stadt ein. Bzgl. einer Hochzeitswiese sind wir einen Schritt weiter gekommen, die Planungen bei der Stadt haben die erste Hürde genommen:

siehe Artikel in der NGZ

 

Mai 2020

Amphibienkartierung

Eine Bestandsüberwachung lebt von einer regelmäßigen Kartierung. So werden berechtigte Aktive dieses Jahr wieder in Gewässern Amphibien zählen. Die Tümpel an der Kläranlage sind leider trocken, vermutlich wegen der Großbaustelle. Hier sind wir mit den Verantwortlichen im Gespräch und hoffen, dass das Biotop bald wieder nasser sein wird.

 

April 2020

Kräutergarten aufgefrischt

In den letzten Wochen haben wir unseren Kräutergarten auf dem Tuppenhof in Form gebracht:

Wildkräuter und Gras beseitigt, bestehende Pflanzen zurückgeschnitten und neu gruppiert, fehlende Kräuter neu angepflanzt. Zum Kennenlernen der verschiedenen Kräuter und deren Verwendung stehen Pflanzenschilder bereit.

Beim Besuch des Museumsgartens in Vorst kann man vieles entdecken und auch gerne eine kleine „Riechprobe“ machen.

 

 

März 2020

Baumschnittkurs

Über 20 Baumbesitzer haben sich erklären lassen, wie man Obstbäume pflegt und hegt. Nach einem theoretischen Teil wurden auf der betreuten Obstwiese eine Menge Fragen geklärt und Beispiele gezeigt.

Denn: Es ist nicht immer einfach die Theorie in die Praxis umzusetzen.

 

Februar,  März 2020
Amphibienwanderzeit

Die Kröten sind erwacht. Wir sind morgens und abends an den neuen Schutzzäunen an der Broicherseite unterwegs und sichern und überwachen den Bestand.

Helfer mit Eimer, Taschenlampe und ggf. Regenschutz sind gern gesehen.

Eine Einweisung ist erforderlich, deshalb bitte melden!

 

 


November 2019

Ehrenpreis

Die NABU Gruppe Kaarst hat den Ehrenpreis der Grünen erhalten. Dieser wurde zum zweiten Mal verliehen. Reiner Hannen hielt die Laudatio: „Für die kontinuierliche, langfristig ausgerichtete Arbeit an den Artenschutz- und Naturschutzthemen wollten wir uns mit dem Ehrenpreis beim NABU Kaarst bedanken.“

zur Presse


Oktober 2019

Wiesenpflege

Die Streuobstwiese auf dem Tuppenhof wurde gemäht und nach der Maht inspiziert. Die Brombeeren wachsen trotz Trockenheit gut, leider auch in der Wiese. Deshalb wurde eine Ecke mit starkem Bewuchs herausgesucht und diese von den Brombeeren befreit. Da die Wurzeln teilweise sehr tief lagen, war dies nicht leicht. Wir hoffen, dass der Bereich nächstes Jahr besser aussieht...

 

Sommer 2019
Streuobstwiese - Trockenheit

Das Wetter ist sonnig und trocken. Wir genießen das, aber die Obstbäume benötigen jetzt Wasser. Wir gießen seid Anfang Juli bis Ende  August - mehrmals die Woche. Trotz allen Bemühungen leiden die Bäume. Ein Apfelbaum, der letztes Jahr schon angeschlagen war, wird es wohl nicht schaffen. Aber leider sieht auch ein Quittenbaum schlecht aus. Hoffentlich erholt sich dieser wieder und kann nächstes Jahr wieder austreiben.


August 2019

Lammertzhoffest

Der Lammertzhof feiert sein 30-jährigen Bestehen. Da sind wir dabei. Wir haben Informationen speziell zum Abfallzyklus mitgebracht. Für die Kinder gibt es das wie immer stark nachgefragte Schminken.

 

 Juli 2019
Gruppenausflug

Zum 20-jährigen Bestehen  der NABU Gruppe Kaarst haben wir uns gemeinsam zur Emmericher Ward aufgemacht. Hier haben wir das Naturschutzgebiet durchwandert, bestaunt und genossen. Nach reichlicher Erklärung der NABU Naturschutzstation Niederrhein ging es noch zum Cafe für alte Geschichten und einen gemütlichen Ausklang.

 

 Juli 2019

Evangelischer Gemeindetag zum Thema Nachhaltigkeit

 

Wir sind der Einladung der evangelischen Gemeinde gerne gefolgt und hatten auf dem schönen Lindenplatz einen Stand.

Es wurden Möglichkeiten zur Unterstützung von Wildbienen aufgezeigt. Zum Thema Recycling wurden Handys für die Havel gesammelt. Groß und Klein haben sich an einem Müllrätsel spielerisch informiert.
Bei dem schönem Wetter, den netten Gesprächen und dem reichhaltigen Buffetangebot hatten wir einen schönen Tag.

 

 

Juni 2019

Baumschnittkurs

 

Ende Juni fand der beliebte Baumschnittkurs statt:

Erst die Theorie und dann praktisch an den Baum. Da gibt es auf der Streuobstwiese immer genug Bäume die sich für eine erste Praxiserfahrung anbieten.
Der Termin war schnell ausgebucht und nachher überbucht.  Die Interessierten auf der Warteliste werden natürlich beim nächsten Termin zuerst informiert.

 


Mai 2019

Molche und Co

Diese Jahre kartierte ein kleines Team  Amphibien. Dies wird als Bestandskontrolle genutzt.

Hierfür wird eine Genehmigung benötigt, da man wilde Tiere nicht aus der Natur entnehmen darf. Zur Kontolle werden die Tiere aber gefangen und natürlich schnellst möglich wieder freigelassen.

Dies passiert 10 Tage lang, die Ergebnisse werden der Biostation zur Verfügung gestellt. So sieht das Ergebnis aus.

 

Mai 2019

Pflanzentauschbörse

Dieses Jahr gab es wieder eine Menge zu sehen, zu tauschen und zu erwerben - auch Wissen.
Neben einer Menge Pflanzen, die über die Tische gingen, gab es Insektennisthilfen,  Pflanzen vom Bioland-Lammertzhof, Infos vom Imker und natürlich auch Kaffee und Waffeln.
Mit dem Wetter hatten wir Glück, neben ein paar Schauern schien größtenteils die Sonne, so dass wir wie immer in einer gemütliche Atmosphäre mit den Besuchern plaudern konnten.


Der Höhepunkt war der Besuch von Ursula Baum, der stellv. Bürgermeisterin, der wir zu unserem 20-jährigen Gruppenbestehen eine Wunschliste überreicht haben. Diese beinhaltet Umsetzungsvorschläge  für die politischen Gremien zur Verbesserung von Natur und Umwelt, auch im Hinblick auf KIimawandel und zukünftigen Generationen.

 

April 2019
Unsere Stadt soll schöner werden

Eigentlich wollten wir auf einem Seitenstreifen des Kreises neben einer landwirtschaftlichen Fläche eine Blumenwiese anlegen. Wir hatten viel Zeit und Mühe investiert, doch leider hat uns der Landwirt einen Strich durch die Rechnung gemacht und sein Einverständnis zurückgezogen. Und der Kreis Neuss nimmt Rücksicht auf diesen Nachbarn - so ist die Aktion ins Wasser gefallen.

Aber wir haben Alternativen gesucht und die frisch geschälten Seitenstreifen ins Visier genommen. Unser Kontakt zu Strassen NRW war positiv -  dann ging alles ganz schnell. Eine kleine schnelle Aktion am Übergang zur IKEA-Haltestelle soll Verschönerung bringen. Da hoffen wir mal, dass ein paar Samen auf den 30 Metern angehen und den Menschen Freude bringen, die ökologische Verkehrsmittel nutzen.

Anfang März 2019
Krötenzeit

Die Kröten sind erwacht. Wir sind fast jeden Abend vor Ort und sichern den Bestand - wie jedes Jahr.

Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne bei uns melden und helfen.

Mit Eimer, Taschenlampe und Regenschutz werden die Tiere gesammelt, damit diese nicht überfahren werden. Es ist ein schöner Spaziergang, bei nicht ganz so schönem Wetter. Eine Einweisung ist erforderlich, deshalb bitten wir um Anmeldung!

 

Ende Februar 2019
Baumschnitt im Tuppenhof

Den ganzen Winter warten wir auf den Winter - denn wir sind für die Pflege der Obstbäume auf dem Tuppenhof zuständig. Und der Schnitt sollte passieren, wenn die Bäume "schafen". Es war lange Zeit zu mild und bei Regen macht es auch keinen Spaß und ist auch zu gefährlich. Endlich war es so weit und die wildesten Baumkronen wurden gelichtet.

 

Anfang Februar 2019
Grusel-Vorgärten

Das beschäftigt uns immer wieder, wenn wir durch Kaarst laufen. Immer mehr Vorgärten werden zu vermeintlich pflegeleichten Steinplatten- oder Schotterwüsten. Wir möchten hier gerne aufklären.

 Die Medien greifen es endlich auf: z.B. die RP-Online

 

Januar 2019
Das Amphibien-Sammeljahr beginnt

Nachdem in 2018 ca. 3500 Kröten und Molche händisch über die Broicherseite gebracht wurden, hat die Gruppe Kaarst nun alle Helfer zum Beginn des Jahres zum Frühstück eingeladen:
Gemeinsam fachsimpeln, Erfahrungen austauschen, Fragen stellen, Infos verteilen, lachen und sich auf unsere kommende gemeinsame Aufgabe einstimmen - das ist das Motto des geplanten Vormittags.

 

Dezember 2018
Bäume gegen das Artensterben

Unsere Zusammenarbeit mit den Landwirten geht weiter.
Wir haben 10 Apfelbäume gesponsert, diese sind inzwischen auf dem Gelände des Lammertzhofes gepflanzt.

Lesen Sie mehr bei RP-Online.

 

November 2018
Vom Herbst zum Winter

Nach der Obsternte der von uns betreuten Streuobstwiese wurden die Äpfel zu Apfelsaft gepresst. Dies geht mit unserem Neusser Saftmobil prima.

 

Jetzt wird die Wiese winterfest gemacht.

Hier werden jetzt die Obstmumien entfernt, damit sich die Krankheitserreger nicht so gut in die nächste Obstsaison einschleichen können...

Die Entwicklung von Mumien ist hier gut zu erkennen: Quittenbilder

22.09.2018
Greifvogelschau am Lammertshof

Diese Könige der Vogelwelt aus der Nähe  sehen und ihre Flugkunst bewundern zu können, ist immer ein Erlebnis. Darum hatte der NABU Kaarst einen Falkner zu Gast. Es wurden fünf tolle Greifvögel aus nächster Nähe vorgeführt. Die Tiere flogen über die Köpfe der Zuschauer, die dem leider nicht so schönem Wetter trotzten. Das war spannend.

Es gab jedoch auch kritische Stimmen:
Über die Tiere und deren Lebensweise wurde vom Falkner leider nicht viel erzählt. Und obwohl der NABU tief in die Tasche gegriffen hat, wurden vom Falknerteam noch Spenden gesammelt. Das war unverschämt!

 


20.09.2018
Schwalben willkommen

Das zweite schwalbenfreundliche Haus in Kaarst wurde vom NABU Kaarst am 20.9. ausgezeichnet. Diesmal ging es um Rauchschwalben, die in der Gerätehalle  des Rosenhofs Coenen auf einem hohen T-Träger ihre Schwalbenwohnungen gebaut und erfolgreich Jungtiere aufgezogen haben.


Wir gratulieren herzlich!!

 

Einen Presseartikel dazu  finden Sie hier: watislos-kaarst - Seite 13

 


16.04.2018
Der Frühling ist da

Die NABU-Gruppe Kaarst bietet am 29. April eine Frühjahrswanderung in Grefrath an.
Details unter Termin_2904

 

10.04.2018
Insektenschutz

Auch in Kaarst gibt es weniger Insekten und damit weniger Vögel oder auch weniger bestäubte Obstbäume.
Die NABU-Gruppe Kaarst geht neue Wege mit der Landwirtschaft.
Lesen Sie mehr im NGZ-Artikel

 

14.02.2018
Schwalbenschutz

In Driesch sind Schwalben willkommen
Schwalben stehen auf der Liste der bedrohten Arten. Nun wurde von uns  in Kaarst das erste schwalbenfreundliche Haus ausgezeichnet. Lesen Sie mehr im NGZ-Artikel